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Hinführung der Kinder zur ErstkommunionHinführung der Kinder zur Erstkommunion
Jesus Christus ist der Freund der Kinder. Christliche Erziehung will helfen, diese Freundschaft anzunehmen und immer tiefer zu erfahren. Ein einzigartiges Zeichen dieser Freundschaft ist die Gemeinschaft mit Jesus Christus in der hl. Kommunion. Bei der Hinführung der Kinderzum ersten Empfang der hl. Kommunion wirken Familie, Pfarrgemeinde und Schule zusammen und ergänzen sich gegenseitig. Eltern, Religionslehrer, Seelsorger und verantwortliche Männer und Frauen aus der Pfarrgemeinde helfen den Kindern, in die Feier der hl. Messe hineinzuwachsen und bereiten sie auf den ersten Empfang des Leibes und Blutes Christi vor. Was für Sie selbst wichtig ist, hat auch für Ihr Kind besondere Bedeutung. Ihr Kind spürt, ob auch für Sie Jesus Christus eine Rolle spielt. Lassen Sie sich daher von Ihrem Kind vom Religionsunterricht und der Erstkommunionvorbereitung in der Pfarrgemeinde erzählen! Vielleicht können Sie mit Ihrem Kind auch ein gutes religiöses Buch lesen. Zur Hinführung Ihres Kindes zur ersten hl. Kommunion gehört es, daß Sie ihm die Mitfeier des sonntäglichen Gottesdienstes ermöglichen. Das wird um so besser gelingen, wenn Sie Ihr Kind zum Gottesdienst begleiten und selbst die hl. Messe mitfeiern. Auch Sie sind eingeladen - ganz besonders am Erstkommuniontag - zum Tisch des Herrn zu gehen, wenn Ihre persönliche Situation dafür kein Hindernis ist. Sehen Sie diese Einladung als Chance, Ihre Glaubens- und Lebenspraxis ehrlich zu überdenken, vielleicht auch zu verändern. Das Gespräch mit einem Seelsorger wird Ihnen dabei helfen. Im Alltag gibt es viele Situationen, in denen Sie wichtige Grundhaltungen und Grunderfahrungen des Glaubens einüben können: z.B. danken für gemeinsam Erlebtes, einander zuhören, anderen Gutes tun, die häusliche Tischgemeinschaft pflegen und gastfreundlich sein. Auch die Pfarrgemeinde hat Verantwortung und die Aufgabe, die Kinder bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion zu begleiten. In vielen Pfarrgemeinden werden die Kinder für eine gewisse Zeit in kleinen Gruppen zusammengefaßt, die von Frauen und Männern aus der Pfarrgemeinde, oft auch von Eltern der Erstkommunionkinder geleitet werden. Die Gruppenleiter/-innen werden auf ihren Dienst vorbereitet und während ihrer Tätigkeit von den Seelsorgern begleitet. Vielleicht könnten auch Sie eine solche Aufgabe übernehmen? Die Verantwortung der Pfarrgemeinde für die Erstkommunionkinder zeigt sich auch darin, daß sie für sie betet, besonders bei den Fürbitten in der hl. Messe. In vielen Gemeinden werden die Kinder auch von Zeit zu Zeit zu kindgemäß gestalteten gottesdienstlichen Feiern eingeladen. Der Religionsunterricht trägt auf seine Weise dazu bei, daß die Kinder auch in der Schule auf die Erstkommunion vorbereitet werden. Die Religionslehrer vermitteln vor allem das nötige religiöse Wissen. Den Kindern werden die einzelnen Teile der hl. Messe erklärt. Sie lernen die tiefere Bedeutung der gottesdienstlichen Zeichen und Symbole kennen. Auch Gebete und Lieder werden eingeübt. Religionsbücher, Arbeitshefte und -blätter, Bilder und Filme sind dabei wichtige Hilfsmittel.
Ein gutes Zusammenwirken von Familie, Pfarrgemeinde und Religionsunterricht hilft, daß der Erstkommuniontag für das Kind ein tiefes Erlebnis wird und daraus Freude an der regelmäßigen Mitfeier des Gottesdienstes und am Mitleben in der Pfarrgemeinde erwächst.
Der Tag der feierlichen Erstkommunion ist für die ganze Familie ein Festtag. Die Einstimmung darauf beginnt schon Wochen vorher:
die Eltern sprechen mit ihrem Kind über die Vorbereitung der Erstkommunion im Religionsunterricht und in den Gruppenstunden sie erzählen von ihrem eigenen Erstkommuniontag und zeigen vielleicht Bilder aus dem Fotoalbum sie überlegen mit dem Kind, welche Gäste es gern zu diesem Fest einladen möchte (z. B. Taufpate, Großeltern, Freunde und Freundinnen), gegebenenfalls welches Lieblingsessen gekocht werden soll sie nehmen sich bewußt Zeit für ihr Kind sie beten mit dem Kind und für das Kind. Die unmittelbare Vorbereitung fängt mit dem Vorabend an. Nach einem gemütlichen Abendessen können die Eltern, das Erstkommunionkind und die Geschwister miteinander den Tisch für das Frühstückfestlich schmücken, die Kleidung für den kommenden Tag herrichten und in einem gemeinsamen Abendgebet/-lied die Vorfreude auf den Festtag zum Ausdruck bringen. In der Kleidung des Erstkommunionkindes wird man sich an den Brauch in der Pfarrgemeinde halten. Die innere Einstellung der Eltern zu dem Fest ist genauso wichtig wie die gute äußere Vorbereitung. Gerade an einem solchen Tag ist die Gefahr von Hektik und Betriebsamkeit sehr groß. Darum ist es gut, wenn die Familie sich wirklich Zeit nimmt für ein kleines Frühstück (die Taufkerze kann dabei am Platz des Kindes aufgestellt werden) und anschließend in Ruhe rechtzeitig zur Pfarrkirche geht. Nach der Feier des Gottesdienstes wird zu Hause gemeinsam der Tisch für das festliche Mahl bereitet mit Blumen, Kerzen und evtl. selbstgeschriebenen Tischkärtchen. Die Kommunionkerze erhält einen Ehrenplatz auf dem Tisch oder im Herrgottswinkel. Gerade an diesem Tag bringt das gemeinsame Tischgebet die innere Verbindung zwischen dem Mahl in der Eucharistie und dem Mahl im Kreise der Familie und der Gäste zum Ausdruck.
Die Gestaltung der familiären Feier sollte nicht zu sehr von den Eltern oder Gästen beeinflußt werden. Das Erstkommunionkind darf an diesem Tag wirklich im Mittelpunkt stehen und die Spiele und -Unternehmungen für diesen Tag aussuchen. Es ist schön, wenn sich die Eltern und Gäste an diesem Tag auf die Ideen des Kindes einlassen und mitspielen, singen, kleine Ausflüge machen o.ä. Zu jedem Fest gehören auch Geschenke, auch zum Erstkommuniontag. Die Geschenke sollten jedoch einen Bezug zu diesem Fest haben, auf den materiellen Wert kommt es dabei nicht an. Ein »Gotteslob«, ein Kreuz, ein künstlerisch wertvolles Bild, ein Buch, eine schöne Schale oder ein Trinkbecher, ein persönlich gestaltetes Fotoalbum für die Erinnerungsbilder zum Erstkommuniontag sind geeignete Geschenke. Wenn Geldgeschenke gegeben werden, ist es sinnvoll, daß das Erstkommunionkind beim Gottesdienst oder bei der Dankandacht etwas für Kinder in Not weiterschenkt. Das Kind wird das um so eher tun, wenn die Eltern selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Die Dankandacht in der Pfarrkirche gehört zum Festtag mit dazu. Sie setzt für die Gäste und das Kind einen ruhigen Schlußpunkt. Ein gemeinsames Abendessen in der Familie bringt noch einmal den Dank an Gott für diesen Festtag zum Ausdruck. |
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