Hochdorf/Landwasser

Die Pfarrkirche von St. Martin

Baugeschichte

 St. Martin Hochdorf
1712 erhielt die Gemeinde Hochdorf die Genehmigung zum Bau einer neuen Kirche. Turm und südliche Längsmauer der wesentlich kleineren Vorgängerkirche sollten in den Neubau miteinbezogen werden. Nicht zuletzt dem persönlichen Einsatz von Pfarrer Joseph Meybrunn und anderer Ortsgeistlicher ist die Durchführung des Baus und seiner Ausstattung zu verdanken.
Der durch barocke Formelemente geprägte Raum zeigt an vielen Stellen Spuren mehrerer Vorgängerkirchen. So wurde unterhalb der Orgelempore Mauerwerk aus der Zeit um 1050/1100 festgestellt. Erhalten ist auch ein kleines gotisches Fenster der 2. Kirche um 1300. Ebenfalls sichtbar belassen wurden Reste von Fresken aus der Zeit um 1500.
Aus der barocken Bauphase besonders herauszuheben sind der Hochaltar von Johann Pfunner (1767), der südliche Nebenaltar von Benedikt Gambs (1740) sowie der Taufstein aus Sandstein. Die hölzerne Kanzel von 1764 weist im Aufbau bereits Rokokodekoration auf. In dieser Zeit wurde auch ein neuer Turm, bis heute das Wahrzeichen Hochdorfs, gebaut (1767).
Nach dem Einsturz eines Teils der Kirchendecke 1822 wurde die neue Decke in einfacher klassizistischer Bauweise ausgeführt.
Die letzte größere Umgestaltung des Innenraums der Kirche wurde nach der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils im Chorraum vorgenommen.
 
 
 
 


St. Martin Hochdorf

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