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Der Hochaltar von St. Martin HochdorfPrunkstück des Kirchenraumes ist der zu Ehren des heiligen Martin errichtete Hochaltar. Elegant vorschwingende
Säulenstellungen und die wie anstukkiert wirkenden Rokokodekorationen deuten auf einen im Umkreis des Schwarzwälder Bildhauers Mathias Faller zu suchenden Altarbauer hin. Das prächtige Altarblatt des heiligen Martin (Öl auf Leinwand / 218x137 cm) hingegen verrät Entstehung und Meister durch eine beigefügte Signatur: Joh. Pfunner invt. 1767. Über den Bildhauer, dessen Statuen dem Altar hinzugefügt wurden, ist nichts bekannt.
Bei näherer Betrachtung erschließt sich das einheitliche Bildprogramm des Hochaltars. Im bekrönenden Abschluß das IHS-Monogramm als Hinweis auf Jesus Christus. Mit ihm kam der Heilige Geist zu den Menschen (die herabschwebende Taube), den der Evangelist Johannes verkündete (Statue auf der Epistelseite) und der bereits den Katechumenen Martin (in der Rüstung eines römischen Offiziers) zu jener Tat der Nächstenliebe befähigte (Hochaltarblatt: Mantelteilung), die ihn volkstümlich machen sollte.
(Aus: Hermann Brommer, Schnell Kunstführer Nr. 1070, 1977) |
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