- Hochdorf
- Landwasser

Die Fenster von St. Petrus CanisiusNach dem ursprünglichen Plan erhielt das Kirchenschiff sein Licht durch die großen Fenster in der Westwand. Ihnen antwortete ein schmales, in mittlerer Dachhöhe verlaufendes Fensterband in der Ostwand. Es besteht aus einer rhythmischen Folge von gelben und blauen, gelegentlich bis zum Weiß aufgehellten Feldern.
Da nach dem Umbau das Licht auch von oben in das Kircheninnere fällt, musste, um die Hierarchie innerhalb des
Raumgefüges deutlich zu machen, die Fensterwand neu gestaltet werden. In den nun neu hinzugekommenen Scheiben hat Florian Lechner die Lautstärke noch weiter zurückgenommen. Die Modulation des Lichts geschieht fast ohne Mitwirkung von Farben durch sparsame Strukturierung der Oberfläche. Lechner hat seine Scheiben als zweite Wand, eine Art gläserner Paravents auf dünnen Stahlfüßen, vor den Fenstern der unteren Reihe angeordnet. Gelb und Blau sind die bestimmenden Töne, wobei Blau in den verschiedensten Schattierungen, vom hellsten, fast ungreifbaren Himmelblau bis zum dunkelsten Schwarzblau dominiert. Als Farbe des Himmels wie des Wassers ist es vielfältig auf die Geheimnisse des Glaubens bezogen. Ihr kontrastiert Gelb, die Farbe des Sonnenlichts. Aus der Verbindung beider entsteht Grün, die Farbe der Pflanzen, damit des Lebens schlechthin, mit der sich dann Vorstellungen von Ruhe, Frieden, Hoffnung verbinden. Zu diesen drei Farben kommt an den Türen Rot als weitere hinzu. Die Rahmen der gläsernen Türflügel sind in der Mitte jeweils zu einer halbkreisförmigen Scheibe verbreitert, auf der die Türgriffe angebracht sind. (Aus: Peter Schmitt, Sonderausgabe DAS MÜNSTER, Heft3, 1990) |
Links |