Hochdorf/Landwasser

Die Ikone von St. Petrus Canisius

Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen
(Joh 14,9)
 
Nichts anderes wollen Ikonen als das, was Jesu Lebensinhalt und innerstes Anliegen war: den Menschen vermitteln, Die Ikone von St. Petrus Canisius Landwasserwer und wie Gott ist, einen Schimmer des göttlichen Lichtes, der göttlichen Herrlichkeit in diese Welt hinein tragen, damit er von den Menschen aufgenommen und weiter getragen wird, die ihrerseits Bilder Gottes sind:
„Im Anschauen deines Bildes werden wir verwandelt in dein Bild“, singen wir im Lied. 
 
Was beim Betrachten der Ikone als erstes auffällt, ist die herzliche und innige Zuwendung zwischen Mutter und Kind, die ihre Wangen aneinander schmiegen. Ikonen dieses Typs werden mit dem griechischen Wort ‚Eleusa’ (= die Barmherzige), im russischen Bereich als ‚Umilenie’ (= Rührung) bezeichnet. Diese beiden Worte geben im Grunde schon an, was die Ikone uns anbietet, wozu sie uns einlädt, wenn wir sie betrachten:
  • dass wir uns der Barmherzigkeit Gottes aussetzen, die uns selbst zu barmherzigen Menschen macht – barmherzig mit anderen, aber auch mit uns selbst,
  • dass uns Gottes mütterliche Liebe anrührt und unsere eigene Liebe weckt und stärkt, damit wir uns einander zuneigen und zuwenden.
So ist sie mit ihren ausdrucksvollen Farben nicht in erster Linie ein Bild, das unsere Kirche verschönern will, sondern eine Einladung, das eigene Leben im Licht der Liebe Gottes zu betrachten und sich immer mehr in das verwandeln zu lassen, was jede und jeder einzelne von uns als ChristIn ist: ein Bild, eine Ikone Jesu Christi.
 
 
 


 
Wie leuchtet
der Name Maria
in unseren Augen.
Das Mädchen in Galiäa,
das nicht recht wusste
woher und wohin
mit dem Kind,
das ungewöhnlich
in ihrem Leib lag,
Jesus.
 
Gottfried Bachl