Neubau des Kindergartens
Im August 2006 brannte der Kindergarten St. Peter und Paul vollständig aus. Ursache war Brandstiftung.
Der Kindergartenbetrieb konnte aufrechterhalten werden. Zwei Gruppen kamen im Pfarrsaal unter, die anderen beiden Gruppen konnten in der Wiesentalstraße in leerstehende Kindergartenräume einziehen.

im Pfarrsaal

in der Wiesentalstraße
Sofort wurde mit den Planungen zum Wiederaufbau des abgebrannten Kindergartens begonnen. Zuerst musste eine Entscheidung getroffen werden, wieviele Gruppen der neue Kindergarten haben sollte. Es stellte sich die Frage, ob in Zeiten sinkender Kinderzahlen ein viergruppiger Kindergarten noch sinnvoll ist. Aufgrund der Zahlen, die die Stadt Freiburg übermittelte, wurde die Entscheidung zugunsten eines viergruppigen Kindergartens getroffen.
In den Herbstferien wurde der alte Kindergarten abgerissen.
Inzwischen stand auch die Summe fest, die uns die Versicherung für den Kindergarten bezahlte. Leider reichte sie nicht zum Wiederaufbau eines viergruppigen Kindergartens. Da die Stadt Freiburg den viergruppigen Wiederaufbau unterstützte, beantragten wir bei ihr einen Zuschuss. Die Zusage zu diesem finanziellen Zuschuss konnte die Stadt Freiburg aber erst nach der Verabschiedung ihres Haushaltes im Mai 2007 definitiv geben.
Parallel dazu erteilte der Stiftungsrat dem erzbischöflichen Bauamt den Auftrag mit dem Entwurf für den neuen Kindergarten zu beginnen. Der Kindergarten sollte schlüsselfertig mit einem Generalunternehmer in Massivholzbauweise errichtet werden. Der Generalunternehmer übermittelte uns eine Kostenschätzung als Kalkulationsgrundlage.
Kurz vor den Sommerferien 2007 wurde die Bodenplatte des alten Kindergartens abgerissen.
Die genaue Kostenberechnung des Generalunternehmers, die wir im Herbst 2007 erhielten, lag sehr viel höher als die ursprüngliche Kostenschätzung. Dehalb mussten wir Kosten reduzieren. Zum einen wird der Kindergarten nun in Holztafelbauweise statt aus Massivholz erstellt, zum anderen werden die Gewerke nun einzeln vergeben. Das erzbischöfliche Bauamt sah sich personell aber bei Einzelvergabe der Gewerke nicht mehr in der Lage, unser Neubauvorhaben mit ausreichender Intensivität zu betreuen. Deshalb hat der Stiftungsrat beschlossen, den Architekten Herrn Betz mit der Bauleitung zu beauftragen. Herr Betz war bisher Mitglied des Stiftungsrates, wird aber aus dem Stiftungsrat ausscheiden.
Ende Oktober 2007 wurde die Baugenehmigung durch die Stadt Freiburg erteilt. Für eine endgültige Baufreigabe mussten aber noch einige Auflagen erfüllt werden.
Die Zustimmung des erzbischöflichen Ordinariats, die erforderlich ist, wenn eine Kirchengemeinde Ausgaben über 20 000 € macht, traf Anfang Dezember 2007 ein.
Die Tiefbaufirma begann direkt nach Fastnacht mit den Bodenarbeiten. Diese dauerten 2 Wochen. Danach begann die Rohbaufirma mit Vorarbeiten für die Bodenplatte. Für das Erstellen der Bodenplatte und einiger Wände sind 6 Wochen veranschlagt.
Der Bau der Bodenplatte wird vorbereitet.
Endlich! Der Rote Punkt ist eingetroffen!
Jetzt geht's richtig los. Zuerst feierten wir aber Grundsteinlegung.
Dazu einige Impressionen:
Zügig begann die Rohbaufirma mit den Betonarbeiten. Nach ca. 6 Wochen waren diese auch schon beendet.
Nun warteten alle auf die Zimmerer. Leider konnten diese nicht zum gewünschten Termin mit ihrer Arbeit beginnen, denn der Abschlußbericht der Prüfstatik lag noch nicht vor. Trotz aller Versuche dies zu beschleunigen, mussten wir 4 Wochen auf ihn warten.
Die Zimmererfirma hat aber im Werk schon mit dem Bau der Holzelemente begonnen und ab der 24ten Kalenderwoche (9.-15.Juni) begann die Montage der Fertigelemente auf dem Kindergartengelände. Am Pfarrfest (29.6.) wurde richtfest gefeiert.
Der Stiftungsrat machte sich in der Zwischenzeit Gedanken über die Farbgestaltung des Kindergartens.
Er hat sich für die Variante rotes Gebäude und graues Dach entschieden.
Nachdem die Zimmererfirma eine Woche auf der Baustelle tätig war, stand schon ein Drittel des neuen Kindergartens.
Auf der Baustelle ging es flott weiter. Während die Zimmerleute das letzte Drittel des Gebäudes erstellten, hatten Sanitär- , Heizungs- und Fensterbauer im ersten Drittel ihre Arbeit aufgenommen. Anfang August wurde der Estrich gelegt. Dann ging's erst einmal in die Bauferien.
Nach den Bauferien glich die Baustelle einem Ameisenhaufen. Viele verschiedenen Gewerke waren gleichzeitig tätig. Im Innenbereich sind die Arbeiten nun abgesschlossen und die Möbel aufgebaut. Nicht fertig sind im Außenbereich die Holzverschalung des Gebäudes und die Außenanlagen.
Am Freitag, den 19.12. und Samstag, den 20.12. zog der Kindergarten um. In der darauffolgenden Woche richteten die Erzieherinnen die Gruppenräume ein. Neustart im neuen Kindergartengebäude war am Mittwoch, den 7.1.2009.
Am Sonntag, den 25.1., wurde der neue Kindergarten eingeweiht. Nach dem Sonntagsgottesdienst, der von den Kindergartenkindern mitgestaltet wurde, weihte Pfarrer Wehrle das neue Gebäude. Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit, die Kindergartenräume zu besichtigen.
Erst während des Kindergartenbaus hat der Stiftungsrat beschlossen, das Gebäude als Passivhaus zu erstellen. Dies hatte Mehrkosten von 50 000 € zur Folge. Diese müssen zum Großteil durch Spenden aufgebracht werden. Die Pfarrgemeinde freut sich deshalb über jeden gespendeten Betrag (Kontonr. 51564642 bei der Volksbank Freiburg BLZ 680 900 00).
Dieses Engagement für unsere Umwelt wurde von der Erzdiözese gewürdigt. Für den Bau des neuen Kindergartens als Passivhaus bekam die Pfarrei den 1.Preis bei der Verleihung des Umweltpreises der Erzdiözese. Der Preis, der mit 3 300 € dotiert ist, wurde im Rahmen einer Feierstunde durch Erzbischof Zolitsch überreicht.