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Nachgefragt!

Erinnern Sie sich noch an ihre Firmung?

„Kirche ändert sich nie“ meinen vielen. Doch unsere Redakteurin Marlene Schick hat etwas anderes erlebt. Sie hat sich auf den Weg gemacht und verschiedene Leute angefragt, ob sie sich noch an ihre Firmung erinnern. Herausgekommen sind viele Erzählungen und die Erkenntnis: Nicht alles bleibt gleich und der Geist Gottes bewirkt im Laufe der Zeit so manche Veränderung, gerade bei der Firmung.
Die Red.
 Bild: Melissa Schlenker
Melissa Schlenker
Melissa wurde wie ihre Schwester Carmen im Jahr 2006 in St. Peter und Paul in St. Georgen gefirmt. Sie hatte wöchentliche Treffen mit ihrer Firm-Gruppe. Der eindruckvollste Teil ihrer Firmvorbereitung bestand in der Reise nach Taizé. Melissa genoss die Zeit mit den vielen Jugendlichen aus verschiedenen Ländern sehr Sie konnte ihre Alltagssorgenvergessen und einfach leben. Die Firmung selbst war für Melissa ein besonderer Moment, bei dem sich ihr am meisten die Segnung eingebrannt hat. Der Auftritt mit ihrer Band, ConTakt, beim Firmgottesdienst begeisterte sie sehr und war ein tolles Erlebnis. All diese Erlebnisse stärkten Melissa in ihrem Glauben, weshalb sie sich auch firmen ließ.
 
 
 Erinnern Sie sich?
 
Carmen Schlenker
Carmen wurde 2006 in St. Peter und Paul in St. Georgen gefirmt. In diesem Jahr gab es ungefähr 60 Firmanden. Ein Teil der Firmvorbereitung war ein Hüttenwochenende, bei dem auch alle teilnahmen. Das Wochenende lief sehr chaotisch ab, wie Carmen berichtet. Ein anderer Teil der Firmvorbereitung waren Treffen mit einer kleinen Firm-Gruppe, die aus den Mitgliedern von Carmens KjG- Gruppe bestanden. Dort haben sie sich nicht nur über den Glauben, sondern auch über allgemeine Themen unterhalten. In diesen Treffen war sich Carmen noch nicht sicher, ob sie sich wirklich firmen lassen will. Sie wollte dies erst einmal auf sich zu kommen lassen. Der eindruckvollste Teil ihrer Firmvorbereitung fand kurz vor der Firmung statt, die Reise nach Taizé. Dort fand Carmen viele neue Freunde, aus verschiedenen Ländern, mit denen sie noch heute Kontakt hat. In Taizé gab es dreimal am Tag einen Gottesdienst, die Carmen als lockerer empfand, als andere Gottesdienste. Ihr wurde dort bewusst, dass die meisten nicht alles an der Katholischen Kirche für richtig empfinden, jedoch sehr an Gott glauben, wie sie. Der Tag an dem Carmen gefirmt wurde, war ein Wochentag, sehr heiß und lang. Nach der Firmung war sie mit dem engsten Teil ihrer Familie essen und ließ es anschließend noch bei sich zu Hause ausklingen.
  Erinnern Sie sich?
Elfriede Jäckel
Im Jahr 1941 feierte Frau Jäckel, im selben Jahr in dem sie auch Kommunion hatte, Firmung. Die damals 11 jährige wurde von Erzbischof Dr. Gröber im Freiburger Münster gefirmt. Frau Jäckel hatte keine Firmpatin. Zum Firm-Gottesdienst blieben ihr wenige Erinnerungen. Jedoch nach der Firmung durften die Firmanden mit dem Pfarrer auf den Münsterturm, während die großen Glocken läuteten. Dies imponierte dem damals sehr jungen Mädchen sehr. Sie wurde im Kommunionskleid gefirmt. Ein Fest nach der Firmung gab es nicht.
 
 
 
Erinnern Sie sich?
Marie Hanser
Frau Hanser erzählte von ihrer Firmung im Jahre 1942 sehr detailreich. Diese fand an einem Pfingstmontag in Freiburger Münster statt. Damals, so berichtete sie, war es üblich, dass verschiedene Pfarreien im Umland von Freiburg zusammen Firmung feierten. Sie wurde vom damaligen Erzbischof Dr. Gröber gesalbt. Auch sie trug ihr Kommunionskleid während der Firmung, da es kurz hintereinander war. Ein Unterschied ihrer damaligen Firmung zur heutigen besteht darin, dass sie keinen Firmpaten hatte. Frau Hansers Firmvorbereitung wurde von Pfarrer Gutmann gemacht. Nach ihrer Firmung ging sie mit ihrer Familie auf dem Münsterplatz in der Gaststätte Heilig Geist essen. Danach durfte sie auf den Münsterturm gehen, was eine große Besonderheit in der Zeit des damaligen Zweiten Weltkrieges war. Anschließend gingen sie zu einer Grotte in Littenweiler und von dort aus zu einer Schwester in St. Georgen, bei der sie  auch Kekse und Himbeersaft bekamen.
Erinnern Sie sich? 
 


 
Rita Hanser-Schmidl
Die Firmung von Frau Hanser-Schmidl fand in der Herz-Jesu-Kirche in Freiburg-Stühlinger in den 60er Jahren statt. Sie wurde mit 11 Jahren, im gleichen Jahr, indem sie auch Kommunion hatte, an einem Sonntagmorgen von Weihbischof Gnädinger gefirmt. In Reih und Glied mussten sie damals in ihrem Kommunionskleid zum Altar laufen, da es so viele Firmanden gab. Dies blieb ihr am meisten in Erinnerung. Nach dem Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche, der Frau Hanser-Schmidl nicht wirklich heimisch war, gab es zu Hause Mittagessen und Kaffee und Kuchen. Danach machte sie noch einen Ausflug mit ihrer Familie.
 
Klaus Zipfel
„Es ist eigentlich nur wenig, was mir von meiner Firmung noch in Erinnerung geblieben ist. Kein Wunder, es sind seither schon über 50 Jahre vergangen. Damals war meines Wissens die Spendung des Firmsakramentes schon bald nach der Feier der Erstkommunion. Wir waren damals eine große Zahl von Firmlingen aus der Pfarrei St. Georg. Allein von meinem Jahrgang waren es etwa 60 Jungen und Mädchen, die in der Kirche St. Michael in Haslach gefirmt wurden. An eine Firmvorbereitung wie heute kann ich mich auch nicht erinnern. Spender der Firmung war Weihbischof Wilhelm Burger.„Und welche Gaben des Heiligen Geistes durfte ich in meinem Leben empfangen?“ so frage ich rückblickend und entdecke, dass es nicht weniges ist. Und es gibt noch vieles aus der „Litanei vom Heiligen Geist“ zu erbitten.“