Seelsorge / Pfarreien

Gewissensspiegel

 
Ich bin der Herr, dein Gott - du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
 
Gott möchte der Herr meines Lebens sein.
Wieviel Zeit nehme ich mir für ihn? Für das Gebet? Für die Bibellesung? Wie oft denke ich an ihn? Wie groß ist mein Vertrauen und meine Hoffnung auf ihn? Warum ist mir vieles andere wichtiger als Gott?
 
 
Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.
 
Wir können nicht groß genug von Gott denken und sprechen.
Habe ich Ehrfurcht vor Gott? Ist das auch in meinem Reden und Denken über Religiöses spürbar? Welchen tieferen Grund könnte meine fehlende Ehrfurcht haben?
 
 
Gedenke, daß du den Sabbat heiligst.
 
Der Sonntag ist der Tag des Herrn. Ich bin eingeladen zum Gottesdienst der Pfarrgemeinde, ich bin aufgerufen, diesen Tag für die Gemeinschaft (Familie, Pfarrgemeinde) zu gestalten.
Gehe ich am Sonntag zum Gottesdienst? Welche Beziehung habe ich zu meiner Pfarrgemeinde? Wirkt sich der Gottesdienst in meinem Leben aus? Warum mißlingt mir manchmal die Sonntagsgestaltung?
 
 
Du sollst Vater und Mutter ehren.
 
Gott hat mir Vater und Mutter geschenkt. Er stellt mir die Aufgabe, ihnen dankbar zu sein und sie nicht zu vergessen.
Wie ist das Verhältnis zu meinen Eltern? Wieviel Zeit und Sorge schenke ich ihnen? Aus welchen Motiven? Wie verhalte ich mich gegenüber denen, für die ich Verantwortung trage, vor allem gegenüber Kindern und Jugendlichen?

 
Du sollst nicht töten.
 
Nach dem Willen Gottes soll ich mich und andere Menschen nicht zerstören oder schädigen, sondern aufbauen, lieben und helfen, daß Versöhnung geschieht.
Wer sind meine »Nächsten«? Bin ich hilfsbereit? Bereit zum Verzeihen und Trösten? Schenke ich den anderen Fürsorge, Liebe und Anerkennung? Warum habe ich Angst vor neuen Begegnungen und drücke mich vor sozialem Engagement?
 
 
Du sollst nicht ehebrechen.
 
Gott schützt die lebenslange Beziehung zwischen Mann und Frau in der Ehe.

Wie ist meine Einstellung zur eigenen, zur fremden Ehe? Wie ist mein eheliches, wie mein vor- oder außereheliches Verhalten?
Welches Verhältnis habe ich zu meinem eigenen Körper? Warum rede ich so über die Geschlechtlichkeit?
 
 
Du sollst nicht stehlen.
 
Gott ruft mich, das Eigentum des Nächsten zu respektieren und meinen eigenen Besitz zu teilen. Wie gehe ich mit dem Eigentum anderer um? Bin ich dankbar für das, was ich habe? Nutze ich meine Fähigkeiten, meine Arbeit und meinen Besitz verantwortungsbewußt? Welche Rolle spielt das Geld in meinem Leben? Was bedeutet mir Armut?
 
 
Du sollst nicht lügen.
 
Gott will, daß ich weder mir noch anderen durch mein Reden schade.
Wie ist meine Sprache? Kann sich der andere auf mein Wort verlassen? Wo und aus welchen Motiven heraus belüge ich die anderen und mich selbst?