Vom

28.Oktober bis 18.November waren zehn Mitglieder der Gemeinde St. Michael zu Besuch bei der Partnergemeinde San Antonio de Padua in der Stadt Linares in Chile und anschließend auf einer 10-tägigen Rundreise durch Chiles Süden. Wir sind alle wohlbehalten und mit vielen, vielen neuen Eindrücken zurück, von denen wir Ihnen einige mit diesem kurzen Bericht zu vermitteln versuchen.
Die ersten neun Tage unseres Aufenthaltes in Chile verbrachten wir in Linares. Wir trafen Bekannte wieder, die uns schon in Deutschland besucht hatten, wie die beiden Pfarrer Padre Waldo und Padre Raoul, aber auch viele neue Gesichter. Für uns war ein absolut vollgepacktes Programm vorbereitet, mit Besichtigungen von sozialen Projekten der Caritas Linares, wie z. B. deren Honigproduktion, ein Hausbauprojekt für Erdbebenopfer, den Neubau eines Kinderheimes, ein bestehendes Heim für Säuglinge und Kleinkinder, eine Art „Suppenküche“ für Bedürftige und Kranke – Projekte, die wir zum Teil auch von hier aus unterstützen. Dabei kam es zu vielen interessanten Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, die -oft zu unserem eigen

en Erstaunen- selbst mit unseren geringen Sprachkenntnissen möglich waren. Außerdem hatten wir eine Audienz beim Bürgermeister (der selbst einen deutschen Großvater hat), besuchten den aktuellen sowie den ehemaligen Bischof, der sehr interessant und spannend aus seinem Leben erzählen kann, vor allem von der Rolle der Kirche in der Zeit der Diktatur Pinochets. Ausflüge aufs Land zum allseits beliebten Grillen und an die Pazifikküste, wo man die Folgen des großen Erdbebens 2010 und des dadurch ausgelösten Tsunamis noch gut sehen kann, haben auch nicht gefehlt. Es gab für uns ein sehr schönes Konzert mit dem Jugend-Blasmusikorchester Linares und viele Gottesdienste in der großen Gemeindekirche und in den dazugehörigen Kapellen, die jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis waren, vor allem die spanischen Kirchenlieder.
Wir wurden von den Gemeindemitgliedern und „unseren“ Familien, in denen wir wohnten, äußerst herzlich aufgenommen, man hat alles für uns getan und uns auch reichlich bewirtet.
De

r zweite Teil unserer Reise führte uns in den Süden Chiles, in eher touristische Gegenden mit vielen Seen, schneebedeckten Vulkanen, heißen Thermalquellen zum Baden und ganz ungewohnter V

egetation, sowie auf die Insel Chiloe mit viel Landwirtschaft, Natur und beeindruckenden Holzkirchen.
Die letzten drei Tage verbrachten wir in der Hauptstadt Santiago, die zwar eindrucksvoll, aber nicht besonders schön ist. Aber Weihnachtsbäume und –deko bei 30°C haben schon auch was Besonderes! In der Nähe an der Pazifikküste liegt auch die Hafenstadt Valparaiso, berühmt durch die Standseilbahnen auf ihre zahlreichen Hügel und durch den Containerhafen.

Noch sind wir ganz überwältigt von den vielen Eindrücken und Bildern, die wir mitgebracht haben und fast sprachlos angesichts der uneingeschränkten Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die uns die Mitglieder der Gemeinde San Antonio de Padua entgegengebracht haben, und auch von der gelebten Religiosität und dem Gemeindeleben dort.
Wir hoffen nun alle sehr, dass eine Gruppe der neugewonnenen Freunde uns im nächsten Jahr besuchen kann!
Text: Luitgard Stehle
Fotos: Andreas Maurer, Christof Mayer und Norbert Mittnacht