Mit dem Namen Johannes ist vieles verbunden: Beim Abschiedsmahl Jesu hören wir vom ”Lieblingsjünger”. Unter dem Kreuz harrt er aus, zusammen mit der Mutter Jesu. Und die Geheime Offenbarung trägt seinen Namen.
Die Liebe ist ein tiefes und starkes Geheimnis. Links im Bild sehen wir diese innige Verbindung beim Abendmahl dargestellt. Der Jünger umfa8t den Kelch, der die ganze Hingabe enthält, und er neigt sich dem Meister zu, und dieser nimmt ihn an. Ist das die Quelle für seinen Mut?
Johannes ist aber auch der Mann mit den Visionen. Menschen konnten immer wieder Angst überwinden oder verzweifelte Situationen bestehen, wenn sie eine Vision hatten. Kriegsgefangene in Rußland erzählen, dass ihnen das Bild von ihrer Heimkehr half, am Leben zu bleiben. Johannes entwirft in der Apokalypse wirkmächtige Visionen. So hilft er den Christen in der Not der Verfolgung. Er ist der Seher im Bild auf der rechten Seite mit der Flamme vor dem Auge; dicht über ihm fliegt der Adler, der das Wesen der Höhe ist.
Das Lamm mit dem Buch und dahinter das Kreuz, das ist ein deutliches Zeichen: Dies ist der Herr der Vollendung. Und sein ist das neue Land, ein Land nämlich, in dem Milch und Honig fließen. Es ist zeichenhaft gemalt: Die Bienen und deren Vorratsspeicher für den Honig – die Wabe, die Edelsteine –, und die Schlange des Bösen kann dem Edelstein nichts anhaben. Das Reich ist da. Das Böse kann nicht mehr schaden. Die Milchtüte zeigt, dass dies alles auch für in unsere Zeit gilt.