Bereichsbild SE Südwest

Das Marienportal

Früher standen Maria und Johannes beim Kreuz auf dem Hochaltar. Man konnte sie als Gruppe betrachten. Jetzt sehen wir sie über den Seitenportalen. Sie stehen also gleichsam mitten unter uns, und wir sind in das Geschehen einbezogen. Der Bereich des Kreuzes will damit die ganze Gemeinde umfassen.
 
Außerdem geben die Figuren den Seitentüren ihren Namen: Marienportal, Johannesportal. Maria ging ihren eigenen Weg und Johannes auch. Aber sie sind je auf ihre Art eingetreten in das Reich des Vaters. So ist es auch bei uns: Jeder von uns geht seinen Weg. Die unter- schiedlichen Portale können dafür Zeichen sein.
 
Das Marienportal stellt das Thema der Sorgen Marias dar. In den Ästen sieht man links die Sorge der Mutter für das Kind. Eine Mutter sorgt für Essen und Spielsachen, für Schule und Beruf des Kindes. Auf der rechten Seite sind die Gefahren dargestellt, derentwegen eine Mutter in Sorgen gerät: Verführung und Süchte, Verletzung und Todesgefahr.
 
Und die drei großen Blüten zeigen wichtige Augenblicke im Leben Mariens.
 
Links ist das Kind, liegend mit der Kugel in der Hand, die vom Kreuz überhöht wird. Ist das die Voranzeige des Künftigen? Rechts liegt die Mutter mit ihrem toten Sohn dar nieder. Eigentlich sagen wir dies von einer Geburt. Will die Mutter ihrem Sohn neu das Leben schenken, oder hat sie seine Worte von der Auferstehung verstanden und weiß, was geschehen wird? Und in der Mitte sind Hände geöffnet. Gottes Hände sind für sie offen. Es sind treue Hände. Sie erfüllen die Verheißungen.