Die Engel auf unseren Bildern sind kraftvoll dargestellt. Im Körperlichen wird dies deutlich, und man sieht mächtige Schrauben wie bei großen Turbinen. Dies sind Bilder der Kraft. Die Schöpfermacht Gottes soll ja zum Ausdruck kommen.
Der Engel des zweiten Tages ist ganz in seinem Element. Dynamisch ist sein Schritt wie das Wasser, das aus einem Gebirge hervorströmt. Der Flügel ist hochgestellt wie ein Segel. Seine Hand hebt das Gewölbe des Wassers hoch, damit es wie eine Halbkugel über den Wassern unten schwebt. Schlingen sind losgebunden. Die Elemente sind vom Schöpfer freigegeben: Feuer, Wasser, Luft und Erde können ihre Kräfte entfalten. Wie ist das für den Menschen? Beim Wasserrad – rechts im Bild – ist die Kraft dienstbar gemacht.
Doch man sieht auch eine Schlinge, die um den starken Regenstrahl gelegt ist. Anbinden, bändigen müssen wir die urtümliche Kraft der Elemente. Die Tagesmeldungen erinnern uns daran; und wer ein Atomkraftwerk betreibt, wei8 es auch. Durch die Elemente der Natur ist der Mensch immer herausgefordert und in Verantwortung genommen. Ihm ist die Herrschaft über alles anvertraut, eine ”Dienst-Herrschaft” soll es sein.
Und das Element des Wassers kann ein Symbol für uns selbst sein. Auch in uns gilt es, die Dynamik zu meistern, sonst erliegen wir den Kräften und Sehnsüchten in uns.